Im Fußballbücher-Magazin geht es um genau das: Lesestoff rund um den Profifußball. Hier werden v.a. Biographien, "Enthüllungen", Erinnerungen und sonstige Bücher besprochen, die die Protagonisten des Geschäfts in ihrem Alltag zeigen. Neben Werken (ehemaliger) Spieler und Trainer widmen wir uns auch Büchern von Journalisten, Fernsehreportern und anderen Insidern.
Dienstag, 18. August 2026
Timo Heinze und Co.: Hermann Gerlands vergessene Opfer?
Freitag, 17. Juli 2026
Lena Cassel: Spiegelblicke einer "Problembärin"
"Aufstiegskampf" ist die Lebensgeschichte einer jungen Frau, die praktisch nichts von dem, was sie bislang gemacht hat, gern getan hat - nicht die Schule, nicht das Studium, nicht ihre Studentenjobs bei Rewe und der Post, nicht irgendwelche Marketing-Gigs und selbst, als es dann zum Fußball ging, etwa einen Social-Media-Job bei Hertha BSC, spüre ich im Buch kaum Leidenschaft und Begeisterung. Und was mich noch mehr stört: "Aufstiegskampf" ist auch die Geschichte einer Frau, die sich permanent und überall benachteiligt und übervorteilt wähnt, die unablässig jammert und klagt, die sich immerzu als "zu bunt" in einer ansonsten grauen Welt empfindet, obwohl die einzige, die das ständig von sich behauptet, nach meinem Eindruck sie selbst ist. Kurz gesagt: Das Buch ist letztlich der Spiegelblick eines Problembärs - beziehungsweise in diesem Fall einer Problembärin, die sich immerzu fragt, wie sie wohl auf andere wirkt. An keiner einzigen Stelle des Buches geht es darum, was sie selbst getan hat, um in ihrem Job besonders gut oder gar besser als andere zu sein, um herauszuragen aus der Masse der Kandidaten und sich für die Branche an sich und später dann für höhere Aufgaben zu qualifizieren. Vom titelgebenden "Aufstiegskampf" ist mithin kaum einmal die Rede. Der Vergleich mag hinken, aber dennoch: Lothar Matthäus beschrieb in seiner Biographie "Ganz oder gar nicht", wie er sich auf seine Trainertätigkeit in Salzburg - mit Sicherheit nicht sein Traumjob schlechthin - vorbereitete: "Ich setzte mich haarklein mit dem österreichischen Fußball auseinander, bald kannte ich Red Bull in- und auswendig." Bevor Lena Cassel ihren Job bei Hertha BSC antrat, beschäftigte sie sich vor allem mit der Frage, ob ihre Socken nicht zu bunt sind und ob ihr beim Dienstantritt wohl ein Kaffee gereicht wird. Sie betont, wie wichtig es ihr sei, "über die Schablone hinaus" zu malen. Schön und gut - aber wäre es nicht sinnvoll, im ersten Schritt erstmal das Ausmalen selbst halbwegs hinzubekommen? Das Rezept einmal von Anfang bis Ende mit Erfolg durchkochen, ehe ich über Abwandlungen nachdenke?
Zutiefst traurig und verstörend sind viele der privaten Passagen des Buches, insbesondere die Schilderungen ihrer Beziehung als Kind zu ihrem alkoholkranken, von ihr getrennt lebenden Vater. Cassel beschreibt seinen Atem, der immerzu nach scharfer Mundspülung in Verbindung mit wechselnden Alkoholika roch, die gemeinsamen Auszeiten, wenn er sie pompös zum Austernessen einlud - und sie sich vor dem Moment fürchtete, wenn die Rechnung kam, weil immer unklar war, ob er sie bezahlen konnte. Wie sie gemeinsam zum Angeln gingen und sie heimlich seine Schnapsflasche auskippte - woraufhin er unter einem Vorwand verschwand, um Nachschub zu besorgen. Das sind die mit Abstand intensivsten Teile des Buches, aber die sind jedenfalls mir viel zu intim und gehören in die Kategorie "Wissen, das ich gern zurückgeben würde".
Vielleicht ist es ein Nachteil, dass ich Lena Cassel noch nie als TV-Journalistin erlebt habe, vielleicht habe ich auch einfach ein anderes Buch erwartet, nämlich eine geballte Ladung "So habe ich es geschafft und so arbeite ich heute"-Insidereinblicke einer Fußballjournalistin, also mehr über den Alltag in der Branche selbst, und vielleicht tue ich Lena Cassel deshalb unrecht. Interessanterweise ging mir das bei einem ganz anderen Buch aus einem ganz anderen Bereich schon mal ähnlich - nämlich bei der Biographie der Schauspielerin Muriel Baumeister, die recht viel über ihren Kampf gegen den Alkohol und leider recht wenig über ihre Karriere im Filmgeschäft schrieb. Sichtweisen können sich aber auch ändern: Zu einem Bestseller von Bernd M. Beyer, der mich im ersten Anlauf ebenfalls nicht gepackt hatte, im zweiten aber sehr wohl, hielt ich mal fest: Jedes Buch hat seine Zeit. Vielleicht nehme ich mir "Aufstiegskampf" in drei Jahren nochmal vor und urteile ganz anders. Aber hier und heute geht der Daumen leider nach unten. Allerdings ist an dieser Stelle zu betonen: Auch in einem Buch, das mich nicht überzeugt, steckt eine unglaubliche Menge Arbeit und Herzblut. Hier hat sich jemand - nach seinem im Zweifel fordernden und stressigen Job - abends hingesetzt und überaus persönliche, schmerzhafte Erinnerungen zu Papier gebracht, einen Verlag gesucht, ein Lektorat durchlaufen und tausend Details abgestimmt und das Ganze wirklich bis zum Ende durchgezogen. Das verdient Anerkennung, auch wenn mir - siehe oben - ein anderes Ergebnis lieber gewesen wäre.
Lena Cassel: "Aufstiegskampf: Vom Seitenrand in die Primetime", Klett-Cotta Verlag
Montag, 13. Juli 2026
Im Fahrstuhl nach unten: Nagelsmann und die Medien
(KL) Fürs Protokoll: Unsere eigenen Bedenken gegen Julian Nagelsmann hatten wir früh hinterlegt - genau genommen als erste: Vor über zwei Jahren, als alle anderen dem Bundestrainer noch weitgehend kritiklos huldigten, notierten wir: "Gewiss ist Nagelsmann ein großes Trainertalent und sicherlich hat er bei seinen vorherigen Stationen beachtliche Arbeit - wenngleich hier und da mit Abstrichen - geleistet. Aber er war und ist eben genau (noch und nur) das - ein Talent. Und der Beweis, dass die DFB-Entscheidung für ihn die richtige war, steht noch aus." Und angesichts einer sehr ärgerlichen Lobhudelei in "11Freunde" notierte Tim Bender damals: "Kein Wort davon, dass Nagelsmann - fescher roter Mantel hier, Holzfällerhemd da - mitunter mehr Show als Inhalt ist. Kein Wort davon, dass er gelegentlich auf frappierende Weise Gespür vermissen läst. Ich könnte mich heute noch totlachen über das konsternierte Gesicht von Oliver Kahn, als Nagelsmann zum Oktoberfest 2022 seine "Bild"-Reporterin-Lebensgefährtin mit an den Tisch der Bosse brachte."
Wenn wir heute, nach einer (weiteren) WM mit einem peinlichen Abschneiden der DFB-Elf, diversen Kommunikationspannen, Coachingfehlern und sonstigen harschen Vorwürfen an den nunmehrigen Ex-Bundestrainer, eine Lanze für Julian Nagelsmann brechen, tun wir das also nicht, weil wir von einer zuvor eingenommenen Kuschelposition nicht ohne arge Verrenkungen wegkommen würden. Wobei: Genau damit hatten "Sport-Bild", "kicker" und "11Freunde" nun wirklich keinerlei Probleme. Die Geschwindigkeit, in der praktisch sämtliche Medien den Daumen senkten, war atemberaubend; die Geschicklichkeit, mit der Journalisten von Nagelsmann abrückten, die zuvor quasi auf seinem Schoß saßen, ließ selbst einen Houdini vor Neid erblassen. Der Bundestrainer musste nach dem Paraquay-Spiel auf die harte Tour lernen, was zuvor schon etliche seiner Kollegen erfahren hatten und was niemand schmierig-selbstgefälliger beschrieben hat als Springer-Boss Matthias Döpfner: "Wer mit uns im Aufzug nach oben fährt, der fährt auch mit uns im Aufzug nach unten."
Interessant dabei ist vor allem, wie nahezu alles, was vor kurzem in den devoten Nagelsmann-Porträts noch gut und richtig war, plötzlich falsch wurde, und wie der Bundestrainer an praktisch allem, was irgendwie schief lief, die Schuld trug, während sich seine eigenen Ideen angeblich durchweg als Rohrkrepierer erwiesen. Ein schönes Beispiel hierfür ist das letzte Spiel der Deutschen bei dieser WM, das Aus gegen Paraquay: Nagelsmann hatte endlich das getan, was (vermeintlich) ganz Fußball-Deutschland gefordert hatte, nämlich den zuvor auf die Joker-Rolle reduzierten Stuttgarter Deniz Undav in die Startelf genommen. Im Spiel erwies sich Undav als Totalausfall. War das nun nicht eine nachträgliche Bestätigung der bisherigen Linie Nagelsmanns? Keineswegs, so das einhellige Medien-Echo, vielmehr trage er die Schuld an der desolaten Leistung des Stürmers, weil er ihn durch sein Verhalten zuvor nicht gestärkt habe. Gleiches gilt für Nick Woltemade. Der hatte gegen Paraquay einen Elfer verballert. Auch das, so war im "kicker"-Podcast zu hören, gehe zu Lasten Nagelsmanns, der ihm in der Vorrunde keine Minute Spielzeit gegeben und ihn so verunsichert habe, aber nun plötzlich erwartete, dass Woltemade die Kohlen aus dem Feuer holt. Wollen wir das mal überdenken? Wir haben da einen Stürmer, für den vor einem Jahr eine beinahe dreistellige Millionenablöse gezahlt wurde. Einen Torjäger, von dem jedenfalls ich wesentlich mehr Titelseiten-Fotos in seiner dämlichen Signatur-Pose gesehen habe, als Tore (siehe oben - Bildzitat/ © "kicker"). Einen Stürmer, der sich bei seiner ersten Weltmeisterschaft im WM-Quartier so schrecklich langweilte, dass er "Verstecken" spielen musse. Aber wenn genau dieser Spieler nicht in der Lage ist, in der einen Minute, in der es darauf ankommt, einen Elfer zu verwandeln, ist es die Schuld des Trainers? Ernsthaft? Und dann ist da Manuel Neuer. Man könnte meinen: Nagelsmann hat mit seiner Maßnahme genau das erreicht, was er wollte - in einem entscheidenden Moment machte der Münchner den Unterschied, hielt einen Elfer und - sagen wir mal - hypnotisierte einen zweiten übers Tor. Versagt haben dann diejenigen auf deutscher Seite, die ihre eigenen Elfer nicht verwandelten. Klare Sache, oder? Nein, auch das stimmt natürlich nicht - da Deutschland das Spiel nicht gewonnen habe, sei die Neuer-Rückkehr zwingend als Fehlschlag zu werten. Und überhaupt - die Mitnahme der Spielerfrauen sei ein Schnitzer (als Berti Vogts genau das 1992 verbot, war es allerdings auch nicht richtig), das WM-Quartier mit seiner Ruhe und Abgeschiedenheit war ein Fehler (das in gleicher Weise abgeschiedene Campo Bahia 2014 in Brasilien mit all seinen Unzulänglichkeiten hingegen selbstredend eine Top-Wahl), die Einsatzzeiten für Ersatzspieler gegen Ecuador - zuvor vehement gefordert - waren im Nachhinein auch falsch und so weiter und so weiter.
Wenn wir mal einen Schritt zurücktreten, bleibt unter dem Strich: Ja, Julian Nagelsmann hat in der Tat ein paar Fehler gemacht. Aber es waren genau solche, die ein gerade mal 38jähriger ohne ausreichende Erfahrung und mit dem Hang zur Selbstüberschätzung nun mal macht, wenn man ihm (ohne Not!) die Nationalmannschaft einer der erfolgreichsten Fußballnationen der Welt anvertraut. Ja, er wurde jetzt auf ziemlich unsanfte Weise auf den Boden der Realität zurückgeholt. Aber genau auf dieser Grundlage hätte man durchaus weitermachen können - mit der zusätztlichen Erfahrung eines weiteren Turniers, mit altmodischer harter Arbeit, mit ein paar schmerzlichen, aber notwendigen Entscheidungen, dafür aber ohne die Selbstgefälligkeit, ohne die Angebereien, ohne die Selbstdarstellung, ohne die ganze irrwitzige Show, die bei der Bekanntgabe der Nominierten teilweise abgezogen wurde, ohne das Spiel mit den Medien, das Nagelsmann - siehe oben - wesentlich schlechter beherrscht, als er selbst glaubte. Hier war durchaus noch etwas zu machen. Für einen DFB-Präsidenten, der seine Personalverantwortung ernst nimmt und nicht nur seinen eigenen Kopf retten wollte, war dieser - zumal kostspielige - Rausschmiss keineswegs ein Muss.
Ob Jürgen Klopp, dessen strahlend weiße Beißerchen mir schon nach zwei Wochen Nachfolge-Diskussion nebst entsprechenden Titelseiten gehörig auf die Nerven gehen, in diesem Moment und für diesen Posten die bessere Wahl ist, wird man sehen. Aber alle, die jetzt schon wieder zu Träumen und Höhenflügen ansetzen, seien erinnert: Klopp hatte zwar überall, wo er gearbeitet hat, Erfolg. Aber nirgendwo sofort.
Dienstag, 23. Juni 2026
Im Gespräch mit "kicker"-Director S.&D. André Kolb
Weil ...?
...ich beispielsweise nicht weiß, wie die Kostenentwicklung aussieht. Wir haben gesehen, wie die Energie- und Papierpreise explodiert sind, von den Transportkosten ganz zu schweigen, die wie ein Damoklesschwert über der ganzen Branche hängen. Das muss im Grunde halbjährlich neu kalkuliert und bewertet werden.
(Das Interview führte Tim Bender.)
Samstag, 20. Juni 2026
Herrlich: 45 steile Hamann-Thesen zum Streiten
Samstag, 13. Juni 2026
"WM 1994": Die schäbige Seite des Franz Beckenbauer
(KM) Ja, in unserem Magazin geht es in erster Linie um Bücher und Fußball- beziehungsweise Sportmagazine, und manchmal, eher selten, um Onlineportale wie transfermarkt.de. Wenn wir uns heute höchst ausnahmsweise mal mit einer TV-Fußball-Dokumentation beschäftigen, hat das einen Grund. Das gilt umso mehr, als derartige Dokus derzeit schier inflationär produziert werden. Über gefühlt jeden Verein, jeden halbwegs bekannten Spieler, jedes Großereignis gibt es schon etwas - und das meiste davon, sorry, ist einfach nur belangloser Mist. Nach dem immer gleichen Schema sitzen (ehemalige) Trainer und Spieler mit tiefsinnigen Mienen vor der Kamera und versuchen, staatstragende Sätze von sich zu geben, dann folgen Spielausschnitte und irgendwelche Füllszenen mit sonorem Hintergrundgeraune und dramatischer Musik. Und wenn die Vereine selbst an der Produktion beteiligt sind, ist das Ergebnis in aller Regel so glattpoliert und steril wie Pressemitteilungen des DFB. Aber: Es gibt Ausnahmen - und interessanterweise sind es nicht selten die öffentlich-rechtlichen Sender, die hier glänzen. "Die Nacht von Sevilla" etwa, eine ZDF-Doku über das legendäre Halbfinale Deutschland - Frankreich (5:4 n.E.), ist einfach nur großartige Unterhaltung mit jeder Menge Gänsehaut-Potential. Und pünktlich zum Start der WM 2026 hat sich die ARD in der vierteiligen Reihe "WM 1994 - Elf Helden, ein Alptraum" unter der Regie von Manfred Oldenburg mit dem ersten in den USA ausgetragenen Turnier beziehungsweise der Rolle der deutschen Elf beschäftigt. In meinen Augen ist diese Doku eine kleine Sensation - und ich empfehle wirklich dringend, da mal reinzuschauen.
Montag, 8. Juni 2026
Was Philipp Köster und C. C. Catch gemeinsam haben
Im April 2000 erschien die erste Ausgabe des Monatsmagazins "11Freunde". Inzwischen ist Mitgründer Philipp Köster, bis heute Chefredakteur des Blattes, zu einer der gewichtigsten Stimmen im deutschen Fußball-Journalismus geworden. Das hat zum einen natürlich mit der Auflage des Magazins zu tun, die von anfangs 2.000 auf aktuell über 53.000 Exemplare gestiegen ist und den "11Freunden" einen festen Platz in der hiesigen Sportmedienlandschaft verschafft hat. Zudem zeichnet Köster als Autor das aus, was Dieter Bohlen einst auch bei einer jungen Frau namens Caroline Müller sah, die ihm in irgendeiner Provinzdisco vorgestellt wurde und aus der er eine gewisse C. C. Catch machen sollte: Unverwechselbarkeit. Einen Philipp-Köster-Text erkennt man unter hundert anderen sofort. Und Unverwechselbarkeit, so Bohlen in seiner Autobiographie "Nichts als die Wahrheit", sei in seiner Branche fast noch wichtiger als eine schöne Stimme. Nun, im schreibenden Gewerbe, auch im Fußballjournalismus, ist es damit allerdings nicht ganz getan. Unverwechselbarkeit allein kann auch ganz schnell anstrengend werden, wie jeder weiß, der regelmäßig Texte von Guido Schäfer liest. Aber im Fall Köster kommt eben noch eines hinzu: Auch wenn es ihm in den vergangenen 26 Jahren immer wieder aufs Neue gelungen ist, hervorragende Schreiber in die "11Freunde"-Redaktion zu holen, blieb der Chef in dieser Disziplin stets der Beste - und er verfügt obendrein über klare Standpunkte etwa zur zunehmenden Kommerzialisierung des Fußballs und zur Verdrängung der "echten" Fans aus den Stadien, denen er nur zu gern Ausdruck verleiht. Ich lese Köster-Texte schon deshalb mit großem Vergnügen, weil ich seine Meinung oft genug nicht teile. Die Aussicht, gleich einmal ein ganzes Buch aus seiner Feder zu bekommen, war überaus verlockend. "Holt euch das Spiel zurück! Wie Fans den Fußball retten können", heißt das vor einigen Wochen bei Ullstein erschienene Werk, und damit erst gar keine Missverständnisse entstehen, hebt einen der Verlag im Klappentext gleich aufs richtige Gleis: Eine "wortgewaltige, aufrüttelnde Streitschrift" habe der Autor hier vorgelegt, heißt es da. Na schön, dann mal her damit! Mit Streitschriften habe ich schließlich Erfahrung. Und mein nach der Lektüre von Kathrin Längerts Mehr-Kohle-für-den-Frauenfußball-Plädoyer "Wir verdienen mehr!" - unsere Besprechung siehe hier - gefährlich entgleister Blutdruck war schließlich wieder auf Normalwerte gesunken. Indes: Für ihn bestand diesmal keine Gefahr. "Holt euch das Spiel zurück!" ist nicht wirklich eine Streitschrift oder ein Manifest, eher ein anekdotenreicher, sensibilisierender Streifzug durch fünfzig Jahre Fußball-Kultur und -Kommerz.
Köster ist, das muss betont werden, bei aller Kritik an bestehenden Zuständen kein Verklärer, keiner, in dessen Augen früher alles besser war. Im Gegenteil, er sieht und benennt sämtliche Dinge, die dem gewöhnlichen Fan den Stadionbesuch etwa in den 1970er und 1980er Jahren im Vergleich zu heute sauer machten: Der Zeitlupenfußball und die ungeahndeten Hinter-dem-Rücken-des-Schiris-Brutalitäten auf dem Rasen, der allgegenwärtige Rassismus, Sexismus und Hooliganismus auf den Rängen, die Gewalt- und Alkoholexzesse, die unüberdachten, ungeheizten, baufälligen, oft genug halbleeren Stadien. Auch wenn hier und da Wehmut durchschimmert, will Köster nichts von dem zurück. Allerdings gefällt ihm der Status quo auch nicht: "Mit den modernisierten Stadien, den TV-Kameras, den neuen Wettbewerben, den flackernden Werbebanden und kreischbunten Ausweichtrikots, den Einlaufeskorten und Sonntagsspielen ist dem Fußball langsam und stetig seine Kultur, seine Seele, seine Faszination abhandengekommen. [...]".
Kapitel für Kapitel nimmt sich Köster nun all die Themen vor, die sich im weitesten Sinne in die Rubrik "Der Fußball als Gemeinschaftserlebnis ist in Gefahr" einordnen lassen - von den Medien, die Milliarden in ein Produkt stecken und einen Teufel tun werden, es schlecht zu reden, über Politiker, die das Spiel immer dreister für ihre Zwecke vereinnahmen, den unsäglichen VAR, neue Kunstprodukte wie die Klub-WM oder die europäische Super-League und die gezielte Heranzüchtung steriler, teflonbeschichteter Massen-Idole bis hin zum "gruseligen Deadline Day", dem laut Köster "sommerlichen Schmierentheater". Das alles lässt sich wie immer bei ihm hervorragend lesen, auch wenn ich persönlich beispielsweise das Transfergeschäft inklusive Deadline Day über alles liebe - und Köster dann mitunter doch zu ungewöhnlich romantisierenden Einschätzungen kommt. So heißt es etwa zum "Bosman"-Urteil: "Es war die Geburtsstunde des Fußballs, wie wir ihn heute kennen. Dass Spieler fortan nach dem Vertragsende ablösefrei wechseln konnten, veränderte auch grundlegend die Beziehung zwischen den Spielern und uns Zuschauern. [...] Dass Kicker nun [...] oft nur noch wenige Jahre beim selben Klub blieben, [...] und Wechsel sogar weit vor Vertragsende üblich wurden, war neu. Bei den Anhängern ließ es das schale Gefühl zurück, ganz allein für die Identifikation mit dem Klub zuständig zu sein." Ernsthaft? Soll das wirklich heißen, dass dieses bahnbrechende Urteil, das es den Vereinen endlich untersagte, einen Spieler nach Ende des Vertrages (!) durch irrwitzige Ablöseforderungen an der Wahl seines Arbeitsplatzes zu hindern, zu bedauern ist? Und wie echt war denn eine "Vereinsidentifikation", die dadurch erzwungen wurde, dass der Verein den Spieler rechtswidrig und willkürlich an sich kettete? Und beweisen nicht Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger oder Manuel Neuer, dass es auch seit der "Bosman"-Entscheidung sehr wohl möglich ist, den größten Teil seiner Karriere bei nur einem Klub zu verbringen?
Auch an einer anderen Stelle bin ich im Buch hängengeblieben. Köster schreibt über die Fanzine-Szene in den 1990er Jahren - er selbst startete seine Karriere als Autor einst bei einem Bielefelder Fanzine mit dem knackigen Titel "Um halb vier war die Welt noch in Ordnung" -, die er als eine Art Gegenbewegung der Fans zur aufkommenden Kommerzialisierung ausmacht. Dabei hält er fest: "Sosehr sich die Fanzines also in ihrer Machart und Redaktionsstärke unterschieden, manches wurde schnell Konsens." Etwa "eine klare Position zum massiven Rassismus in vielen Fankurven". Hm, war das wirklich so? Meine Erinnerung ist da eine ganz andere. Aber wofür hat man ein Archiv? Also mal schnell runter in den Keller und wahllos in die Kiste mit den alten Fanzines gegriffen. Was haben wir denn da? "Rülps" Nr. 19, ein Heft aus der Fanszene des TSV 1860 München. Der Herausgeber war ein gewisser "Doc Zyklon" (jegliche Assoziationen sind sicher unbeabsichtigt), der sich in einem zweiseitigen Artikel bitter beschwert, dass "immer mehr Asylanten unser Land überfluten". Okay, das war wohl nichts. Nächster Versuch: "Siegerland-Kurier" Nr. 4, ein Heft eines Bayern-Fans aus NRW, das nicht nur mit der Anrede "Tag, Kameraden!" aufwartet, sondern auf S. 16 auch mit einem Foto, auf dem drei Stadionbesucher mit dümmlichem Stolz den Hitlergruß darbieten. Unrat dieser Art war damals zwar nicht die Regel, aber auch keine Seltenheit in den Fanzines. Das wiederum wurde in auf der anderen Seite des politischen Spektrums angesiedelten Heften auch sehr wohl thematisiert und kritisiert. Aber dass die Fanzines eine Art frühe Variante der "Reclaim the Game"-Bewegung gewesen sein sollen, würde ich doch hinterfragen wollen. Denn mit Köster und seinem jahrzehntelangen Eintreten für Belange der Fans haben viele der damaligen Machwerke rein gar nichts zu tun.
Aber zurück zum Buch. Ganz konkrete, greifbare Vorschläge, was sich ändern muss, formuliert Köster unter dem Strich nicht, vielleicht auch, weil vieles von dem, was er bitter beklagt, der Preis der positiven Veränderungen war und das eine nicht ohne das andere zu haben war bzw. ist. Ja, mich nervt auch vieles am Fußball von heute, vom VAR bis zum unterträglichen Gianni Infantino. Mir wäre es als Anhänger des FC Bayern tausendmal lieber, es stünde nicht schon jedes Jahr bereits im Februar fest, dass der Klub im Mai mal wieder Deutscher Meister wird. Das macht nämlich keinerlei Spaß. Aber bisher habe ich auch noch keinen umsetzbaren Vorschlag gehört, wie man zu mehr Chancengleichheit in der Bundesliga kommt, ohne ein geschlossenes System schaffen zu müssen und ohne die Aussichten der deutschen Top-Klubs in europäischen Wettbewerben zu schmälern. Entsprechend vage fallen im Buch auch Kösters Verweise auf notwendige Regulierungen auf europäischer Ebene aus. Aber allein dafür, dass der "11Freunde"-Chef seit 26 Jahren in seinem Magazin und nun auch in "Holt euch das Spiel zurück!" immer und immer wieder die Fahne der Fans hochhält und unermüdlich daran erinnert, dass sie eben keine "Kunden" sind, sondern Teil des Spiels und der Fußball ohne sie nicht der Sport wäre, den wir lieben, allein dafür gebührt ihm ein Platz in der Hall of Fame des deutschen Fußballs. Und ein großes Lesevergnügen ist sein Buch obendrein. Also, ziert Euch nicht, auf zum nächsten Buchladen!
Philipp Köster: "Holt euch das Spiel zurück! Wie Fans den Fußball retten können", Ullstein Buchverlage
Dienstag, 26. Mai 2026
WM-Berichte zum Schmökern: Der perfekte Gaumenkitzler
Freitag, 15. Mai 2026
Einsteigerlektüre für Bayern-Newbies
Also schön, ich gebe es zu: Den Namen Markus Kavka hatte ich zuvor in meinem ganzen Leben noch nicht gehört. Aber war in meinem letzten Beitrag nicht schon angeklungen, dass ich mit Musik so gar nichts am Hut habe? Ist wirklich so, und deshalb hatte ich keinerlei Ahnung, wer Markus Kavka ist. Was das angeht, bin ich auch nach Lektüre seines Buches "FC Bayern München: Eine Liebeserklärung" (Ullstein) immer noch nicht viel schlauer, aber halten wir fürs Protokoll mal fest, dass er als Moderator von MTV und VIVA gearbeitet hat und ein DJ ist. Und offenbar ist er als solcher so bekannt, dass der Verlag davon ausging, dass sich für seine ganz persönliche Liebeserklärung an den FC Bayern genügend Leser interessieren und knapp 17 Euro dafür auf den Tisch legen. Ich drücke die Daumen, dass diese Überlegung aufgeht!
Persönlich war ich eher zufällig auf das Buch gestoßen, nicht über den Namen Kavka, sondern weil ich eigentlich alles über die Bayern lese. Allerdings dürfte ich damit nicht zur Zielgruppe dieses Buches gehören, das sich eher an Bayern-Newbies richtet. Der Autor beschreibt, wie er als Kind mit dem FCB-Virus infiziert wurde, und gibt dann, verbunden mit seinen persönlichen Stadionerlebnissen, einen groben Abriss des sportlichen Werdegangs des Klubs seit den frühen 1980er Jahren. Dabei hangelt er sich an den bekannten und erwartbaren Meilensteinen entlang, dem 1982er Europapokalfinale gegen Aston Villa (0:1), dem Auftritt von "Turban-Dieter" Hoeneß im DFB-Pokalfinale gegen den 1. FC Nürnberg (4:2), dem Kutzop-Elfmeter (1986), dem deprimierenden Spiel gegen den FC Porto 1987 (1:2), dem legendären ZDF-Sportstudio mit den Kontrahenten Hoeneß und Daum (1989) und so weiter und so fort.
Um nicht falsch verstanden zu werden: An Kavkas echter und tiefer Leidenschaft für die Münchner habe ich keinerlei Zweifel. Und er versteht es, die Geschichte dieser Leidenschaft kurzweilig und unterhaltsam zu erzählen. Aber von wenigen Ausnahmen abgesehen ist es halt Wissen aus zweiter Hand, sind es Dinge, die jeder, der sich auch nur ein wenig für Fußball und den FC Bayern interessiert, schon zig Mal gehört hat. Aber für all jene, die mit den Münchnern bisher noch gar nicht in Berührung gekommen sind, die womöglich nur wissen oder ahnen, dass sie den Klub aus der bayerischen Landeshauptstadt keinesfalls mögen können, ist es eine eine wirklich schöne, weil zugleich informative und persönliche Einsteigerlektüre.
Recht interessant waren für mich Kavkas Schilderungen seiner (nicht immer angenehmen) Erlebnisse als "Grufti" unter eher - sagen wir mal - traditionellen Bayern-Fans der 1980er Jahre und seiner persönlichen Bekanntschaft mit Mehmet Scholl. Hier hat das Buch in meinen Augen seine authentischsten und besten Momente. Wobei, eines ist ebenfalls noch hervorzuheben: Kavka schafft es, mir mit der Beschreibung des Bundesliga-Finales 2001 eine Gänsehaut zu bereiten - obwohl ich die Geschichte und ihren Ausgang in- und auswändig kenne, die entscheidenden Szenen schon Hunderte Male im Fernsehen gesehen und damals, in meiner Wohnung vor dem Radio, in exakt gleicher Weise vor überschäumender Begeisterung auf den Boden getrommelt habe wie der Autor. Es gibt eben Sachen, die man gar nicht oft genug wiederholen kann, einfach weil sie so schön waren - und diese Meisterschaft des FC Bayern war auch meine mit Abstand schönste.
Markus Kavka: "FC Bayern München: Eine Liebeserklärung", Ullstein Buchverlage
Dienstag, 5. Mai 2026
1977/78: Bissiger Blick auf eine düstere Zeit
Soweit es mich betrifft, hatte Bolten sogar einen kleinen Startvorteil. Denn ich finde die späten 1970er Jahre deutlich interessanter als die frühen. Nun denn: Der Autor wählt mit Berti Vogts und Kevin Keegan zwei in ihrer Gegensätzlichkeit bestens geeignete Protagonisten und folgt ihren ersten Begegnungen auf internationalem Parkett, ihren Wegen in der Bundesliga (Keegan wechselte 1977 zum Hamburger SV) und im Nationaltrikot, aber immer auch mit einem Blick auf das sonstige Geschehen im Fußball einschließlich des Frauen-Fußballs und wie erwähnt in Politik, Gesellschaft und Musik. Dabei wird schnell klar: Wie die Titanic auf den Eisberg steuert dieses Buch unaufhaltsam auf die Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien zu, einem der düstersten Kapitel des Fußballs in einer Zeit, die in Deutschland auch so schon - mit der Enge der 1970er Jahre und allen Nachwehen des RAF-Terrors - eine bleierne und graue war. Im wirtschaftlich heftig gebeutelten WM-Gastgeberland hatte 1976 eine rechte Militärjunta die Herrschaft übernommen. Während sich WM-Organisationschef Hermann Neuberger über den neuen "Partner mit Durchsetzungsvermögen" freute, wurden in Argentinien politische Gegner zu Tausenden in geheime Lager verschleppt, auf brutalste Weise gefoltert und ermordet. Unter ihnen auch etliche deutsche Studenten, Gewerkschafter aus Niederlassungen deutscher Firmen, Journalisten, Regimekritiker und so weiter. Und: All das war weltweit und lange vor dem ersten WM-Spiel hinlänglich bekannt. Was also tun? Als Titelverteidiger gar nicht erst ins Land der Folter fahren? Oder vielleicht gerade - in der Hoffnung, dass der Fußball etwas zum Guten ändert, und zuvor womöglich versuchen, Druck auf das Regime auszuüben und die eigenen Staatsbürger aus den Foltergefängnissen herauszubekommen?
Bolten fängt, und in meinen Augen sind das die stärksten Teile des Buches, in wunderbarer Weise die fragile, von Unsicherheit und Angst geprägte Stimmung jener Vor-WM-Monate ein. Alles schien in der Schwebe, es gab national und international unzählige Boykottaufrufe. Das Auswärtige Amt glänzte durch unfassbare Untätigkeit und Ignoranz, als es darum gegangen wäre, das Leben der in Argentinien inhaftierten deutschen Aktivistin Elisabeth Käsemann zu retten. Der aalglatte, vor dem Junta-Chef Videla dienernde Taktiker Neuberger versuchte, weder die WM noch die deutsche Teilnahme irgendwie zu gefährden, ohne dabei allzu offenkundig werden zu lassen, dass ihm die Gräuel des Regimes und deren Opfer herzlich gleichgültig waren. Die überforderten Spieler wurden aus verschiedensten Richtungen mit Petitionen und Forderungen bedrängt, und einige von ihnen (Vogts, Kaltz, Beer) ließen sich zu Äußerungen verleiten, die ihnen heute vermutlich hochnotpeinlich sind. Wie schon an anderer Stelle angemerkt, bin ich allerdings geneigt, hier mildere Maßstäbe anzulegen. Die sozialliberale Bundesregierung unter Kanzler Schmidt, das Auswärtige Amt, der DFB unter Führung des Karrieristen Neuberger - sie alle duckten sich weg, als es an der Zeit gewesen wäre, angesichts des Terrors der argentinischen Junta Farbe zu bekennen oder die von ihr dringend benötigte WM zumindest zu nutzen, um Forderungen durchzusetzen. Aber die teils noch sehr jungen Spieler, deutlich unbedarfter und weniger reflektiert als die heutige Generation, sollten nun sorgfältig abgewogene, kluge Statements für Menschenrechte und Demokratie und wider das Folterregime in Argentinien abgeben? Das erscheint mir etwas viel verlangt, auch wenn einem verschiedene kaltherzige Äußerungen, die jegliches Mitgefühl mit den Opfern vermissen lassen, dennoch bitter aufstoßen.
Zu sagen, dass die Lektüre jener Kapitel ein Vergnügen ist, wäre falsch - schon "71/72" war alles andere als ein unbeschwertes Buch, und "77/78" ist noch eine Spur düsterer. Aber es ist eine hochspannende, aufwühlende und wütend machende Darstellung und, nachdem Deutschland an dieser WM teilnahm, eine wichtige und leider Gottes auch mit Blick auf künftige Turniere dringend nötige Auseinandersetzung mit dieser Entscheidung und dem Weg zu ihr. Bolten, der ohnehin im gesamten Buch wenig Zweifel an seinen Sympathien lässt (für den eher linken Keegan ja, für den CDU-nahen und in "77/78" nur selten positiv konnotierten Vogts nein), schreibt in einem oft bissigen Ton, mitunter neigt er zum Eifern und zur Galligkeit, etwa wenn er aus einem "kicker"-Artikel über die deutschen Spielerfrauen zitiert und das dortige Augenzwinkern unterschlägt. Das musste in meinen Augen nicht sein, sein Buch ist so schon beklemmend und überzeugend genug. Und auch seine Bitterkeit, dass vom Finale der 1978er Frauen-Meisterrunde nur knapp - versteckt zwischen Beiträgen über Prellball und Motocross - in einem dritten Programm berichtet wurde, erscheint mir doch gewaltig übertrieben. Gemessen an der damaligen Bedeutung des Frauenfußballs, der auf völliges Desinteresse stieß (zum Finale zwischen dem SC 07 Bad Neuenahr und dem FC Hellas Marpingen kamen 1.500 Zuschauer), erscheint mir selbst das schon viel. Mit der Tendenz, Entscheidungen von damals an den Maßstäben von heute zu messen, kann ich ohnehin nicht viel anfangen. Die Ausflüge ins Musikbusiness, mit denen ich mich schon bei Beyer eher schwer getan habe, erscheinen mir bei Bolten noch eine Spur bemühter und noch weiter hergeholt, aber das mag auch daran liegen, dass ich zu den genannten Sängern und Bands keinerlei Bezug habe. Und letztlich sind das Petitessen. Die Hauptleistung des Buches besteht in der höchst kritischen Auseinandersetzung mit dem beschämenden Agieren deutscher Funktionäre, Journalisten, Politiker und - mit Abstrichen - auch Spielern vor und während einer Weltmeisterschaft, die es so nie hätte geben dürfen. Ganz klare Pflichtlektüre!
Michael Bolten: "77/78 - Die Saison der Arbeiter", Verlag Die Werkstatt


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