Vor ein paar Monaten veröffentlichte ich hier im Magazin eine Liebeserklärung an transfermarkt.de. Auf der Seite war nämlich ein ausführliches Interview mit Bartosch Gaul, dem deutschen Trainer des J-Ligisten Sanfrecce Hiroshima erschienen, etwas, was mir in dieser Form weder "kicker" noch "Sport-Bild" oder "11Freunde" bieten: Artikel über und Interviews mit Trainern und Spielern, die vielleicht nicht in der ersten oder zweiten Reihe stehen, aber eben trotzdem hochspannende Auslandsengagements in Japan, Tunesien oder Frankreich eingegangen sind und spannende Geschichten zu erzählen haben.
Gestern gab es wieder mal ein Paradebeispiel für diese Marktlücke, die transfermarkt.de einfach perfekt besetzt. Thomas Brdaric, der schon auf eine ganze Reihe schillernder Auslandsstationen zurückblickt (von Weißrussland über Nordmazedonien und Kuwait bis hin zu Albanien), verlässt seinen derzeitigen Klub FC Malisheva im Kosovo, um künftig beim saudi-arabischen Zweitligisten Al-Bukiryah FC Qassim zu arbeiten. Bei transfermarkt.de bekomme ich dazu gleich einen längeren Artikel mit O-Tönen und einer ausführlichen Einordnung. Einfach nur großartig und Grund genug, ausnahmsweise auch mal ein digitales Medium (mit grauseliger Werbung) zu nutzen. Aber - wie ebenfalls hier vor ein paar Monaten angemerkt - eine Printausgabe von transfermarkt.de im Stile des Donnerstag-"kicker" wäre natürlich noch viel besser.
